Spagyrische Heilmittel

Spagyrische Heilmittel verbinden Homöopathie mit Komplexmittelheilkunde und spagyrischer Philosophie des großen Arztes Paracelsus aus dem 16. Jahrhundert. Ein großer Trick bei spagyrischen Heilmitteln ist, dass von der Ursubstanz der Heilpflanze ein Drittel in ihrer Originalform verwendet wird; zwei Drittel werden in Wasser gelöst, um wenn man so will die Seele der Arznei zu extrahieren; davon wird wiederum ein Drittel destilliert oder verascht. Alle drei Teile ergeben am Ende das spagyrische Heilmittel. Die Arznei erhält dadurch eine deutlich höhere Wirktiefe auf unseren Körper, Seele und Geist. 

Ursprünge - Paracelsus

Die Ursprünge der Spagyrik gehen auf den großen Arzt und Lehrmeister Paracelsus im 16. Jahrhundert zurück. Auch Paracelsus alias Theophrastus Bombastus von Hohenheim war erfolgreicher Arzt, Stadtmedicus und Professor an der ehrwürdigen Universität Basel - zumindest solange bis er öffentlich medizinische Standardwerke verbrannte, weil er den damaligen Status der Medizin unzureichend fand. Danach musste er öfter umziehen, da er auch andernorts seinen sturen Querkopf beibehielt.

 

Paracelsus war Alchemist. Die Heilkunst der Alchemisten fußte auf den vier Säulen Astronomie, Astrologie, Alchemie (Chemie) und Tugend. So wurde beispielsweise versucht kosmische Wirkprinzipien in Krankheiten als auch in Heilpflanzen zu finden. Dabei vergaloppierte man sich vermutlich auch manchmal in geistigen Sphären, aber zum anderen wurde doch ein deutlich größerer Verständnisrahmen aufgezogen zum sonst üblichen "Krankes ersetzen oder wegschneiden". Bei spagyrisch wirkenden Ärzten wurden somit neben den fachlichen Grundlagen auch hohe moralische Ansprüche gestellt. 

 

Bernus-Spagyrik aus Donauwörth

Ein elementarer Ast der heutigen Spagyrik entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Donaumünster durch Alexander von Bernus. Sein Ansinnen war es, ein einfacheres Heilsystem als das der Homöopathie zu finden. Letztendlich gelang ihm das in Form von 28 Heilmitteln, die so zusammen gesetzt wurden, dass sie auf bestimmte Organe wirken. Die Herstellung erfolgt durch die Fa. Soluna in Donauwörth. Die Pflanzen für die Arzneimittel werden in einem Pflanzengarten in den italienischen Alpen gewonnen. 

 

Pekana-Spagyrik aus dem Allgäu

Die PEKANA-Spagyrik aus Kißlegg im Allgäu ist jünger und gründet auf das Apotheker-Ehepaar Dr. Peter Beyersdorff und seiner Frau Katharina Beyersdorff. Dr. Beyersdorff entwickelte innerhalb von zehn Jahren 70 homöopathisch-spagyrische Arzneimittel, wofür er 1975 die Herstellererlaubnis erhielt. Pekana begann als kleine Apotheke und ist mittlerweile ein mittelständischer Betrieb. Die Pekana Arzneimittel folgen einem raffinierten Konzept. Sie lassen sich wie ein Baukasten auf verschiedene Krankheiten anwenden. 

Der Alchemist folgt den Spuren der Natur. Er hält dabei eine Lampe (Feuer der Erkenntnis), tastet mit dem Stock den Weg ab (schrittweises Erkennen) und trägt eine Brille (schärfere Sicht).

 

 

 

 

 

 

 



Impressionen