Wertschätzende Trennung für die Kinder

Zusammen bleiben wegen der Kinder? Für Kinder ist die Trennung der Eltern immer ein unangenehmes Ereignis. Aber sich anmuffelnde Eltern sind es auch. 

Vorbild - auch bei der Trennung

Überlegen Sie, was Sie Ihren Kindern vorleben wollen, denn viele Kinder treten auch als Erwachsene in die Verhaltens-Fußstapfen ihrer Eltern. Sollen sie später auch eine laue Ehe durchziehen, in der man sich nur noch anblökt? Sollen sie später ebenfalls bei der Trennung alles gemeinsam Geschaffene im ewigen Streit zerlegen? Sollen sie später mal verantwortungslose Väter oder Mütter werden, die mit dem Partner auch die gemeinsamen Kinder verlassen?

 

Oder sollen sie sich an das Vorbild ihrer Eltern erinnern, wie die es damals gemacht haben, als es nicht mehr passte: Sich in Wertschätzung der guten Zeiten und des gemeinsam Geschaffenen voneinander trennen, weiterhin als Eltern für die Kinder da sein und sich hierzu miteinander absprechen?

 

Was lernt man daraus?

Natürlich darf man als der Verlassene auch mal beleidigt sein. Aber irgendwann ist auch mal wieder gut - vor allem, wenn man gemeinsam für Kinder zu sorgen hat! Und dann ist auch noch die Frage, was lernt man daraus, damit einen die rosarote Brille nicht gleich wieder in eine ähnliche Konstellation mit dem nächsten Prinzen/Prinzessin zieht?

 

Hat man selbst etwas dazu beigetragen, dass der Partner die Fliege gemacht hat?

  • Mangelndes Interesse am anderen, nur von sich selber reden?
  • Seit man Kinder hat, nennt man den Lebenspartner "Papi" oder "die Mama" und sieht ihn auch nur noch in seiner diesbezüglichen Funktion?
  • Der Sommer war zwar heiß, aber nur noch auf dem Thermometer! Keinen Bock mehr auf Sex?
  • Hat man sich körperlich gehen lassen und war von der Form der Couch kaum noch zu unterscheiden?
  • Hat man sich seelisch gehen lassen und war nur noch am Rumnörgeln?
  • Hat man lange Zeit gearbeitet wie ein Ackergaul, war abends immer ausgelutscht und zu nichts mehr zu gebrauchen?
  • So wie es auf der Karriereleiter unter großem Einsatz steil bergauf ging, erschlaffte die Einsatzbereitschaft am unteren Ende des Hemds?

Nix von alledem, man ist unschuldig! Kann auch sein, aber in diesem Fall sollte man sich noch fragen, ob die Verhaltensänderung aus heiterem Himmel kam oder sich von Anfang an schon in der Charakterstruktur des einst Angehimmelten abzeichnete. In diesem Fall stellt sich wiederum die Frage, welche Lücke in der eigenen Charakterstruktur an der Lücke des anderen angedockt ist. Und last but not least: Auf was sollte man dieses mal achten, damit der nächste Prinz/Prinzessin nicht eine heimliche Kopie des gerade Verflossenen wird?

 

Wenn man hier brav und ehrlich gegenüber sich selbst ist, dann sollte die Partnerschaft mit dem nächsten Prinzen schon deutlich mehr halten, als sie anfangs verspricht. 

 

Und wenn es sowieso nichts mehr war, weil man miteinander nur noch den lauen Alltag vertrödelt hat oder sich sogar auf den Keks ging? ... na dann ist doch gut, dass Schluss ist! Dadurch entsteht Raum für was Frisches, Neues, besser Passendes, oder?

 

Warum also nicht dankbar sein für die Trennung und sich und seinem alten Partner alles Gute für die Zukunft mit einem neuen wünschen? o:)

 

 

 

 

 

 



Hereinspaziert in die gute Stube