Chefs und Mitarbeiter

Was tun, wenn man als verantwortungsvoller Chef in der Sandwichposition zerquetscht wird? Was tun, wenn weniger verantwortungsvolle Chefs einen Kurs steuern, der einer Firma Kopf und Kragen kosten kann? Was tun, wenn einem die Arbeit vor lauter dämlicher Vorgaben keinen Spaß mehr macht?

War schon mal besser, oder?

Die Sandwichposition von Führungskräften zwischen geldrünstigen Aktionären und Mitarbeitern am Limit ist heutzutage nicht mehr so erstrebenswert. Vielleicht hat deshalb auch die Güte an verantwortungsvollen Führungskräften in Unternehmen nachgelassen und man findet vermehrt Chefs, die zwar Posten und Gehalt antreten, aber die damit verbundene Aufgabe und Verantwortung möglichst weiterschieben. Modern ist zum Beispiel der Verantwortungsquerpass zu Unternehmensberatern, die dann mit hoher rhetorischer Durchsetzungskraft, aber wenig Fachkenntnis die Firma umkrempeln. Wenn das Ergebnis gut ist, dann setzt man sich dafür den Lorbeerkranz auf, wenn´s nix war, dann lag´s am Unternehmensberater! Modern ist auch der Risikoquerpass zu Sicherheitsbeauftragten, was dann manchmal sogar in Safety-Irrwitzigkeiten der Marke "Handlauf benutzen" für erwachsene Mitarbeiter mündet, deren Grundschulkinder die Treppen ohne Handlauf benutzen dürfen. Das mangelnde Verständnis für obligatorisches Unternehmerrisiko macht sich in Detailpopeleien auf AGB-Ebene oder Lastenheften bis zum Detaillierungsgrad der Haarfarbe einer M6-Schraube breit. 

 

Alles nicht besonders hilfreich für Mitarbeiter oder Führungskräfte, die versuchen das Schiff auf Kurs zu halten. Da hängt man angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks ohnehin schon satt im Riemen und darf zusätzlich noch den Schlingerkurs der Führungsriege ausrudern. Und wenn der Kahn auf Eis läuft, dann darf man´s noch mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes ausbaden.

 

Was tun, sprach Zeus?

Ich sehe hier auf die Schnelle zwei Möglichkeiten:

 

Die erste Möglichkeit ist, Sie akzeptieren wie es ist und machen es sich innerhalb der ungemütlichen Bedingungen möglichst bequem. Nachteil ist, Sie arbeiten dauerhaft in einem nervigen Job und Arbeit-Beruf-Berufung machen immerhin etwa die Hälfte Ihrer Lebenszeit aus. Zusätzlich laufen Sie je nach Dicke der Missstände Gefahr bei Unternehmenspleite arbeitslos zu werden. Vorteil ist, mit dem Strom zu schwimmen ist nicht so anstrengend . 

 

Die zweite Möglichkeit ist, auf eine konstruktive Art und Weise zu versuchen, die Dinge zum Besseren zu wenden. Mehr hierzu unter ...



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