Nebennierenerschöpfung

Um es bis zum Burn-out (ausgebrannt sein) zu schaffen, hat man über lange Zeit seine Stressorgane überstrapaziert. Stressorgane sind vor allem die Nebennieren, aber auch die Schilddrüse. Wenn diese Organe erschöpft sind, dann kriegen Sie im wahrsten Sinne des Wortes "Ihren Hintern nicht mehr hoch"! Resultat sind diverse körperliche Funktionsstörungen mit Erschöpfung und Müdigkeit als Leitsymptom.

 

In vielen Fällen hat man sich zudem mit eisernem Willen trotz einer innerlich nicht mehr vorhandenen Motivation weiterhin in den überfordernden Alltag geprügelt. Dann kann auch Ihre Motivation erschöpft sein, körperlich in Form des Botenstoffes Dopamin. Wenn der Spaß am Leben lange zu kurz kam, macht sich dies körperlich in einem Mangel an unserem Glückshormon Serotonin bemerkbar. Diese Umstände bilden die psychische Komponente eines Burn-out mit Antriebsmangel und depressiver Stimmung.

1. Emotionale Entlastung, gesunder Schlaf

Einen Marathonläufer, der es mit letzter Kraft ins Ziel geschafft hat, kann man erstmal zu nichts animieren. Er liegt am Boden, ist total groggy und erst nach einer Weile kehren ein paar Lebensgeister zurück. Es folgt Hunger, dann gesunder Schlaf zur Erholung und erst dann können Sie sich mit ihm über den nächsten Wettlauf unterhalten. Genauso ergeht es Ihnen und Ihrem Körper im Fall von lang anhaltendem "Marathon-Stress".

 

Der erste Schritt in der Therapie ist somit,

  • Sie möglichst weit aus dem Alltagsverkehr ziehen, sofern das nicht bereits ein Burn-out erledigt hat,
  • alles was relaxend wirkt und zur Erholung beiträgt,
  • Sie emotional zu entlasten,
  • Ihnen ein gesundes Maß an LmaA-Gefühl als momentan beste Haltung im Leben nahe zu legen,
  • Ihrem Umfeld möglichst beizubringen, Sie zu unterstützen anstatt Sie weiter zu belasten und 
  • dafür zu sorgen, dass Sie tief und gesund schlafen, denn das ist die Grundlage für Regenerations- und Wiederaufbauprozesse in Ihrem Körper.  

Wenn Sie noch dazu durch Ihre Anstrengungen kein vernünftiges Ziel erreicht haben, weil Sie Ihren Lebensmarathon in einem Hamsterrad gelaufen sind, dann haben Sie im Burn-out-Spiel zusätzlich noch die Depressionskarte gezogen. Es gilt damit auch Ihre Stimmung und Lebenszuversicht nach und nach wieder aufzupeppeln. 

 

2. Entlastung mit Hormonen

Wenn Ihre Drüsen massiv geschwächt sind, dann sollten wir über eine direkte Gabe von Hormonen oder Hormonvorläufern nachdenken, denn dadurch werden die hormonproduzier-enden Organe entlastet und können besser regenerieren. Das kann teils mit pflanzlichen Mitteln geschehen oder ggf. auch die Gabe verschreibungspflichtiger Arzneien (durch einen Arzt) erforderlich machen. Im Vorfeld testen wir in jedem Fall den tatsächlichen Hormonspiegel mit einem Speicheltest und/oder einer Haaranalyse, denn Bluttests sind hierfür zu ungenau. Darin liegt der Grund, weshalb eine Nebennierenschwäche durch die meisten Ärzte nicht erkannt wird und unbehandelt bleibt.

 

3. Wieder in die Gänge kommen

Erst wenn Ihre Organe halbwegs wieder auf dem Damm sind (vergleiche der Marathonläufer hat gegessen, gut geschlafen und sitzt am nächsten Tag am Frühstückstisch), können wir therapeutische Maßnahmen andenken, um Sie wieder in die Gänge zu bekommen. Wenn Sie starten, bevor Sie gut erholt und ausgeschlafen sind, kann das schnell nach hinten losgehen. Genauso würde es nach hinten losgehen, wenn Sie zu früh animierende Therapiemittel einnehmen. Das erfordert eine gewisse Sensibilität von uns beiden im Umgang mit Ihnen! o:) 

 

4. Neuorientierung

Wenn Sie mit frischen Kräften bei gleicher Haltung in Ihr altes Hamsterrad einsteigen, dann werden Sie logischerweise bald wieder auf der Pritsche liegen. Und nach jedem weiteren Knock out der Marke Burn-out wird´s noch langwieriger und schwieriger auf die Lebensbretter zurückzukehren. Das heißt nicht unbedingt, dass Sie den Beruf wechseln müssen, aber in jedem Fall Ihre Arbeitshaltung und Einstellung dazu!

 

Darüber können wir miteinander sprechen, wenn Sie wollen.